Schlagwort-Archiv: Mediation

Liebeserklärung an Gerbrunn

Die Mediatorin wohnt in einem Hochhaus, das außen und innen bunt ist. Außen ist es in verschiedenen Gelb- und Orangetönen gestrichen, mit roten und blauen Balkonen dazwischen. Von Weitem leuchtet es durch die Landschaft. Innen wohnen Menschen unterschiedlichster Couleur nach dem Motto „leben und leben lassen“. Manche sieht sie häufig, manche selten, manche nie. Zu den einen und anderen hat sie nachbarschaftlichen Kontakt. Freundlich gegrüßt wird immer.

Ein so buntes, tolerantes Miteinander ist nicht selbstverständlich. Als sie damals, vor gut dreizehn Jahren, auf Wohnungssuche war, schaute sie sich auch eine Wohnung in einem anderen Hochhaus an. Darin waren der Aufzug und die Flure mit braunem Teppichboden ausgelegt, vor den Wohnungstüren standen gehämmerte Kupfervasen mit Plastikblumen, an den Wänden hingen billige Drucke und Kupferreliefs. Es roch so muffig, wie es spießig wirkte. Die Wohnung war entsprechend. Nicht sehr geneigt, sie zu nehmen, fragte sie nach der Besichtigung vor der Haustüre unten noch den Vermieter, was denn für Leute im Hause wohnten. „Nur anständige Leute!“, sagte er im Brustton der Überzeugung, „da, gucken Sie hin“ – und er wies auf die vielen Klingelschilder – „nur deutsche Namen!“ Das war’s dann.

Die Mediatorin hat eine sehr ruhige Wohnung hoch oben. Sie sieht auf der einen Seite über den Ort hinweg bis hinüber zur Frankenwarte. Auf der anderen Seite blickt sie auf die Roßsteige und die Weinberge hinauf zum Flürle, darüber grüßt das Windrad vom Gieshügel. Früh scheint die Sonne in ihr Schlafzimmer, abends versinkt die Sonne am Horizont vor ihrem Balkon. Oft geht sie in den nahen Weinbergen und Feldern rund ums Gut spazieren und genießt das Grün der Landschaft, den Blick in die Ferne ringsum. Im Herbst und Winter scheint hier oben schon die Sonne, während sie über dem Maintal noch die Nebelschwaden wabern sieht; im Sommer, wenn unten im Tal stickige Hitze zwischen den Häusermauern der Stadt steht, weht oben im Dorf stets ein leichtes Lüftchen.

Hier scheint die Sonne öfter, die Luft ist besser, die Menschen sind freundlicher. Reichlich Grün umspielt die Häuser, versteckte Pfade und Treppen zwischen den Häuserreihen verbinden Straßen und Ortsteile. Ihren Beratungsraum hat die Mediatorin lange gesucht und auf dem sonnigen Plateau im Einkaufszentrum in der Mitte Gerbrunns vor eineinhalb Jahren gefunden. Dort gibt es eine kleine Fußgängerzone, einen offenen Platz, der fast den ganzen Tag sonnenbeschienen ist, ein Café, Geschäfte und Ärzte. Sie sieht die Menschen an ihrem großen Fenster vorbeigehen, die hereinschauen, lächeln und grüßen. Die Mediatorin grüßt zurück; oft hält sie ein Schwätzchen mit ihnen, wenn sie gerade vor der Türe ist; manche kommen auch auf ein Schwätzchen herein. Sie fühlt sich wohl in dieser lebendigen, entspannten Atmosphäre; hier lässt es sich gut arbeiten.

Die Einwohnerschaft der Gemeinde ist so bunt wie die Bewohner des Hochhauses. Es gibt die Alteinsässigen, junge wie alte. Bedingt durch den nahen Campus und die Schulen wohnen hier viele Universitätsangestellte, Lehrer, Studenten. Es gibt ein Neubaugebiet mit jungen Familien, ein Seniorenheim und ein Studentenwohnheim. Menschen aus anderen Ländern der Welt leben hier ebenso selbstverständlich wie die Alteingesessenen; reich und arm mischt sich darunter.

Die Infrastruktur ist gut: Neben einer Grund- und Hauptschule und den Kindergärten gibt es ein Hallenbad, eine Gemeindebücherei und ein Jugendzentrum, ausreichend ärztliche Versorgung und andere Heilberufe, die wichtigsten Geschäfte, Banken und Supermärkte. Es gibt Lokale und, nicht zu vergessen, mehrere Winzer, die mit ihrem Weinverkauf und den Heckenwirtschaften auch viele Gäste von außerhalb anlocken. Im Gewerbegebiet und im Ort selbst haben sich verschiedene Unternehmen und freien Berufe niedergelassen. Das Gemeindeleben wird bereichert durch Vereine und Städtepartnerschaften, aktive Bürger und einen engagierten Bürgermeister.

In die anliegende fränkische Metropole – die jeweiligen Ortsschilder sind gerade einmal einen Kilometer auseinander – fährt alle 20 Minuten ein Bus bis spät in die Nacht, die zahlreichen Bushaltestellen sind zu Fuß schnell erreicht. Mit dem Fahrrad schafft man spielend das Nötige, sogar die Stadt und die umliegenden Gemeinden, nur zurück ist es wegen der Steigungen etwas happig – wer das nicht kann, steigt samt Rad in den Bus ;-)

Die Mediatorin fühlt sich zuhause in ihrem liebenswerten, lebenswerten Ort: Gerbrunn!

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Stunden der offenen Tür

Wir danken allen, die uns in den Stunden der offenen Tür besucht haben, herzlich für ihr Kommen! Die Zahl der Gäste war überschaubar, die Stimmung gut, die Atmosphäre entspannt. Das Programm und die Ausstellung gefielen. Schön war’s! Beste Grüße, bis zum nächsten Mal …

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 Blick durchs Fenster zu Beginn

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Im Gespräch

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 Rauchertischchen

Event 4

 Noch ein Gespräch

 Event 95

 Entspannte Gäste

Event 7

 Vortrag zur Geschichte des Hafens

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 Illustration zum Treideln auf dem Main

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 Aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer

Event 92

Raucherpause

Event 91

 Vortrag „Des Pudels Kern“

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 Über Lösungen

Event 94

Die Künstlerin und der Historiker
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Weiß der Henker!

Heute putzte ich den Spielraum und das Schaufenster innen und außen. Manchmal, wenn ich so da draußen rumschaffe, fasst sich der eine oder die andere ein Herz und spricht mich neugierig an: „Was ist denn das, was Sie da machen?“ Ich erkläre freundlich, dass ich Mediatorin bin: „Ich vermittle, wenn sich Leute streiten …“ „Ah so – na, des brauch i Gott sei Dank net!“ Und dann verabschieden sich die meisten so eilig, als hätte ich gesagt, ich sei der Henker. So viel zum Image von Menschen, die professionell mit Konflikten zu tun haben.

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Manipulation

„Der Machiavellist aktiviert Verhaltensprogramme in nichtpassenden Situationen.

Diese teils angeborenen, teils angelernten Verhaltensprogramme sind (…) ein wichtiger Bestandteil unseres informationsverarbeitenden Systemes. Sie enthalten gespeicherte Anweisungen zu richtigen Reaktionen in bestimmten Situationen. Sobald eine Information anzeigt, daß die Situation da ist, wird die zugehörige Reaktion automatisch, ohne Nachdenken ausgelöst. (…)

Wir sind uns nicht einmal der Existenz dieser Programme bewußt. Dies kommt dem Manipulateur zugute. Er löst Programme, deren Befolgung im Alltag sinnvoll und notwendig ist, in Situationen aus, die kein Alltag sind. Wir bemerken aber nicht, daß kein Alltag ist, und reagieren wie im Alltag und damit auf eine Weise, die in der besonderen Situation, in die uns der Manipulateur gebracht hat, nicht angemessen ist. (…)

Der Machiavellist kennt normalerweise die Mechanismen nicht, auf denen sein Erfolg beruht. Er hat seine Methoden intuitiv erworben und wendet sie intuitiv an. (Fußnote: Es gibt natürlich auch geschulte Machiavellisten. Man gerät hier in die Niederungen der Schulung von Haustürvertretern und Veranstaltern von Kaffeefahrten.)

[Es] können insbesondere folgende Verhaltensprogramme aktiviert werden: ‚Harmonie‘ (Bitten sind zu erfüllen), ‚Gegenseitigkeit‘ (Geschenke sind zu erwidern), ‚Sympathie‘ (Vorschläge netter Leute sind zu befolgen), ‚Knappheit‘ (knappe Güter sind zu erstreben), ‚Beständigkeit‘ (einmal eingenommene Positionen sind beizubehalten) und ‚Kontrast‘ (neue Größen sind an den zuletzt gemessenen Größen zu messen). Mehrere dieser Verhaltensprogramme können zusammentreffen und ihre Wirkung dadurch noch gegenseitig verstärken.“*

*Fritjof Haft: Verhandlung und Mediation. Die Alternative zum Rechtsstreit, 2., erw. Auflage, München 2000, S.176/177.

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Jede und jeder wird sich beim Lesen dieses Textes vermutlich sofort an Situationen erinnern, in denen sie/er selbst manipuliert wurde und etwas tat, was sie/er eigentlich nicht tun wollte. Hinterher ärgert man sich maßlos, darauf hereingefallen zu sein, und schwört, dass einem das nicht mehr passieren werde. Denn merken tut man es früher oder später (meist früher, häufig sofort danach) fast immer.

Dem Manipulateur begegnet man künftig zumindest mit größter Vorsicht, in der Regel jedoch mit Ablehnung und „unfreundlichen Gefühlen“ – je nachdem, wie nahe er einem steht und wie groß das Ausmaß der Manipulation war. „Durch Manipulationen werden Dauerbeziehungen dauerhaft beschädigt. Auch der Manipulateur selbst wird übrigens dauerhaft beschädigt. Er wird ein Mensch werden, der manipuliert, und er wird kein sympathischer Mensch sein.“ Und es „ist keine Frage, dass man selbst solche Methoden nicht anwenden sollte“. Haft schreibt, dass man sich gegen Manipulation schützen kann, wenn man „die (…) benutzten Techniken kennt“ und  den Mechanismus durchschaut, der einer Manipulation stets zugrunde liegt. (Haft, S. 184)

Interessant, gell?

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Der erste Jurist

„Am Anfang der juristischen Tätigkeit stand ja (…) nichts anderes als das Vermögen, Ordnung – und zwar eine Verfahrensordnung – in das Chaos eines sozialen Konfliktes zu bringen. Wesentlich war und ist dabei die strikte Trennung des Sachverhaltes und der Bewertung und Entscheidung des Sachverhaltes. Man weiß nicht genau, wer zuerst auf diese Idee gekommen ist, aber einige in Mesopotamien gefundene Tontafeln aus dem vierten Jahrtausend vor Christi Geburt lassen den Schluß zu, daß dies im Zweistromland geschah. Sie berichten von einem Fall, in welchem zwei Ziegenherden, eine Wasserquelle, ein ausgerissenes Haarbüschel (weiblich) und zwei ausgeschlagene Vorderzähne (männlich) eine Rolle gespielt haben. Soweit man den Tontafeln entnehmen kann, trat in diesem Falle ein neutraler Dritter auf. Dieser trennte die streitenden Parteien und sprach zur klagenden Partei: ‚Zuerst redest du!‘ Nachdem er eine Stunde oder auch länger gelauscht hatte, erteilte er der beklagten Partei das Wort. Wieder hörte er längere Zeit zu. Dann zog er sich zur Beratung zurück. anschließend verkündete er sein Urteil: ‚An geraden Tagen darfst du die Quelle benutzen. an ungeraden du! Wann jeweils gerade und ungerade Tage sind, erfahrt ihr immer von mir. Dafür bekomme ich jedesmal einen Topf Milch. Und als Gebühr für diesen Spruch erhalte ich von jedem von euch eine Ziege.‘ Dieser Mann war der erste Jurist der Weltgeschichte.

Moderne Verhandler müssen danach trachten, diese Rolle zu übernehmen. Sie müssen also in der Verhandlung dafür sorgen, daß der Sachverhalt erst einmal hergestellt wird, ehe darüber verhandelt wird, und ehe die Wertentscheidungen gefällt werden. Das geschieht (…) nach Regeln, für welche die Juristen Vorbilder geliefert haben, die auch in nichtjuristischen Verhandlungssituationen helfen.“*

*Fritjof Haft: Verhandlung und Mediation. Die Alternative zum Rechtsstreit, 2., erw. Auflage, München 2000, S.135/136.

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Die Mediation ist eine „nichtjuristische Verhandlungssituation“. Allerdings gibt die Mediatorin keine Lösungen vor wie im obigen humorigen Beispiel einer Schlichtung, sondern die Konfliktpartner erarbeiten eigenverantwortlich einvernehmliche Lösungen, mit denen alle Beteiligten gut leben können. Die Mediatorin begleitet und strukturiert mit ihrem „Handwerkszeug“, mit angemessenen Methoden dieses Verhandeln, damit faire und nachhaltige Ergebnisse dabei herauskommen. Sie vermittelt zwischen den Konfliktparteien: „mediare“ (lat.) heißt „vermitteln“. Das ist Mediation.

Mediaton ist darüber hinaus preiswerter als im obigen Beispiel: Es wird nicht auf unabsehbare Zeit alle paar Tage „ein Topf Milch“ von jedem Verhandlungspartner gefordert oder gar eine einmalige Schiedsspruchgebühr – das gibt es bei Rechtsanwälten und vor Gericht – , sondern es werden feste Stundensätze für die begrenzte Zeit vereinbart, in der die Mediation stattfindet. Außerdem kann die Mediation jederzeit von jedem Beteiligten ohne Schaden beendet werden – es gibt keine  „Vertragslaufzeit“.

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Schlichtungstee verboten

Es ist eine besonders zu würdigende Leistung, in deutscher Sprache eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, wenn man in einem völlig unterschiedlichen Kulturkreis – hier: China – und mit einer sinotibetischen Sprache aufgewachsen ist, der ein grundlegend anderes Denk- und Schriftsystem zugrunde liegt. Ich lektorierte diese Arbeit. Für mich lag die Herausforderung darin, spezifische Inhalte und sprachliche Bilder zu verstehen, das Gemeinte nachzuvollziehen und adäquat zu formulieren. Tiefschürfende, fast philosophische Gespräche mit Herrn Chen nicht nur zum Thema, sondern auch über „Gott und die Welt“ begleiteten das nicht einfache, doch ganz und gar angenehme Lektorat. Am besten gefiel mir diese Stelle – weil sie die Mediatorin in mir ansprach ;-) – aus Kapitel 3.3.5, „Orte der Schlichtung“:

„Die [chinesischen] Teehäuser übten auch gewisse Schlichtungsfunktionen aus, sie waren so etwas wie ein ‚halbes Zivilgericht‘ (ban minshi fatingfating 半民事法庭). Wer nicht ehrerbietig gegenüber den Eltern war, wer seine Ehefrau und Kinder misshandelte oder wer sich sonst schlecht benahm – in solchen moralischen Angelegenheiten blieb die staatliche Strafverfolgung eher machtlos –, der konnte in Teehäusern gemaßregelt werden; kam es zu Streitigkeiten zwischen einfachen Leuten, so konnten die Betroffenen im Teehaus ‚Anklage‘ erheben. Die Mächtigen am Ort wie Gemeindevorsteher, Landadel oder auch Lokaldespoten fällten dann die ‚Urteile‘. Beide Konfliktparteien luden redegewandte Leute vor und die ‚Gerichte‘ ließen sich die Argumente beider Seiten ausführlich erklären; daneben traten die Stammkunden als Geschworene auf, sie konnten auch, den gesellschaftlichen moralischen Werten folgend, ihre eigene Meinung äußern. Alle Teilnehmer tranken, redeten und urteilten. Wenn die Schlichtung gelang, bezahlten die ‚Verlierer‘ die Rechnung, aber wenn beide Seiten schuldig waren, teilten sich die beiden Parteien die Rechnung. Dieses Verfahren hieß ‚Schlichtungstee trinken‘ (chi jiangcha 讲茶) oder ‚auseinandersetzen im Teehaus‘ (chaguan jiangli 馆讲理); schließlich war ein Teehaus kein offizielles Gericht. In diesen Verfahren scheiterten die Schlichtungen häufig und es kam manchmal zu Schlägereien, aber der Inhaber blieb gefasst, weil die ‚Verlierer‘ alle Kosten übernehmen mussten, auch die Rechnungen der betroffenen Kunden. […] Im damaligen Peking gab es oft Massenschlägereien, aber es gab auch immer jemanden, der zwischen den beiden Seiten schlichten wollte; alle Beteiligten saßen im Teehaus und der Vermittler schlichtete. Eine gelungene Schlichtung wurde mit einem gemeinsamen Essen abgeschlossen. Wenn beide Konfliktparteien keine Möglichkeit für eine Versöhnung sahen, konnte es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kommen. Aus diesem Grund wurde am Eingang mancher Teehäuser ein kleines Schild mit der Aufschrift ‚Schlichtungstee verboten‘ aufgehängt, was aber in der Realität nicht funktionierte.“*

*Bo Chen: Das chinesische Teehaus als Institution der Alltagskultur. Ein historischer Überblick unter besonderer Berücksichtigung der Republikzeit (1911-1949), Magisterarbeit im Fach Sinologie, Würzburg 2009.

Spannungsfeld Mediation

Seit 2005 verwende ich für meine mediative Arbeit Symbole, die ich dem anthropologischen Kommunikationscode entlehnte. Sie drücken für mich das Spannungsfeld aus, in dem ich mich als Mediatorin bewege, und bedeuten

med2keine Kommunikation,

med3voneinander abgewandt sein,
med4einander zugewandt sein,

med5intensive Kommunikation.

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Internationale Mediationstage 2013

Freitag und Samstag war ich wieder bei den Internationalen Mediationstagen in Hamburg. Das absolute Highlight am Freitag war ein eineinhalbstündiger (!) Vortrag von Friedemann Schulz von Thun zum Thema „Mediation und innere Mediation“. Wow! Dieser Mann hat nicht nur maßgebende Bücher über Kommunikation geschrieben – der lebt und vermittelt leibhaft, was er schreibt! Schon lange nicht mehr so einen spannenden, verständlichen und kurzweiligen Vortrag gehört, so viele Aha-Erlebnisse am Stück gehabt, so viel gelacht. Er war einfach exzellent!

Der Mediationspraxistag am Samstag war dicht mit erhellenden Praxisbeispielen gefüllt, mit Austausch und Informationen in anregender Atmosphäre – die hervorragende Organisation und die Gastlichkeit in den Mozartsälen trugen das Ihre dazu bei.

Stark berührt hat mich der Vortrag des Schulleiters der Primarschule Biel-Benken (Schweiz). Die Schule ist die diesjährige Gewinnerin des JugendWinWinno, mit dem der Verband „Mediation DACH e.V.“ jährlich „Organisationen und Menschen ehrt, die auf besondere Weise dazu beitragen, dass Menschen Konflikte selbstverantwortlicher und konstruktiver lösen.“ Die Primarschule Biel-Benken hat eine „SMS – Schule mit Streitkultur“ und ein ganzheitliches, beispielhaftes Mediationssystem etabliert, das ich allen Kindern in Kindergärten und Schulen wünsche. So geht es also auch, und es geht tatsächlich! Der Schulleiter schilderte dies anhand eines konkreten Falls. Ich war sehr beeindruckt.

So gehe ich wieder mit einer Menge Input und enorm bereichert in die kommende Woche und in mein mediatives Jahr 2013!