Schlagwort-Archiv: Humor

Weiß der Henker!

Heute putzte ich den Spielraum und das Schaufenster innen und außen. Manchmal, wenn ich so da draußen rumschaffe, fasst sich der eine oder die andere ein Herz und spricht mich neugierig an: „Was ist denn das, was Sie da machen?“ Ich erkläre freundlich, dass ich Mediatorin bin: „Ich vermittle, wenn sich Leute streiten …“ „Ah so – na, des brauch i Gott sei Dank net!“ Und dann verabschieden sich die meisten so eilig, als hätte ich gesagt, ich sei der Henker. So viel zum Image von Menschen, die professionell mit Konflikten zu tun haben.

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Kompetenzüberschreitung

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Lehrer: „Herr Lilienblum, keiner der Schüler will neben Ihrem Moritzchen sitzen. Das hält niemand aus. Moritzchen muss sich unbedingt besser waschen.“
Lilienblum: „Was geht Sie das an? Ich schicke Ihnen meinen Sohn, damit er etwas bei Ihnen lernen soll, und nicht, damit Sie an ihm herumschnuppern. Er ist keine Rose.“

(Quelle: Jüdische Witze. Ausgewählt und eingeleitet von Salcia Landmann, 18. Auflage, München 1976, S. 222)

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Symbolsuche

„In meiner Volontärzeit in Regensburg lernte ich einen dortigen Altjournalisten kennen, der bei seinen Berichten im wesentlichen mit sechs Wörtern auskam: ‚Veranstaltung’, ‚Maßnahme’, ‚durchführen’, ‚stattfinden’, ‚teilnehmen’ und ‚Initiative’. Das las sich dann etwa so: ‚Nach Durchführung der Veranstaltung kommt es zu einer weiteren Initiative mit einer Maßnahme aller Teilnehmer.’ Im Zweifelsfall war die gemeinte Maßnahme ein Hochamt im Dom.

Das Wörterbuch des Unmenschen? Aber woher denn. Den verehrlichten Altjournalisten – R.i.P. – sehne ich als richtungsweisend und maßstabsetzend oft zurück; z.B. wenn mich Geschoße wie das folgende aus der ‚Süddeutschen Zeitung’ blenden, nein, in diesem Fall nicht von Kaiser, sondern von Doris Schmidt, welche über ‚Beuys’ religiöse Wurzeln’ dies zu Papier bringt:

‚Das Missionarische, das Beuys’ gesamt Werke’ – möglicherweise ein Druckfehler – ‚gesamte Werke, seinen Objekten wie seinen Aktionen anhaftet, ist legitim. Seine Symbolsuche, die sich immer wieder zum Motiv des Kreuzes wendet, hängt zunächst mit Aufgaben im Bereich der religiösen Thematik zusammen. Die Kreuzform bleibt lange Beuys’ zentrales Thema …’

War’s b’suffa, dös Madl? Jaja, es is’ wirkli a Kreuz mit denane Symbolsuachereien, die wo se aa no an dene Motive hinwend’n!

’O meio mei!’ (Karl Valentin) – bei meinem Regensburger Altjournalisten jedenfalls hätte der Sachverhalt schon mannhafter getönt: ‚Eine Missionsveranstaltung wird derzeit im Werk von Beuys durchgeführt. Auch zahllose Kreuze nehmen teil. Anschließend findet noch eine Symbolsuche statt.’“*

*Henscheid, Eckhard: Sudelblätter, 6. Auflage Zürich 1996, S. 79 f.

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Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. (mg)

A Spanish Teacher*

A Spanish teacher was explaining to her class that in Spanish, unlike English, nouns are designated as either masculine or feminine.
„House“, for instance, is feminine: „la casa“. „Pencil“, however, is masculine: „el lapiz“.
A student asked:“What gender is ‚computer‘?“
Instead of giving the answer, the teacher split the class into two groups, male and female, and asked them to decide for themselves whether „computer“ should be a masculine or a feminine noun.

Each group was asked to give four reasons for its recommendation.
The men’s group decided that „computer“ should definitely be of the feminine gender („la computadora“), because:

1. No one but their creator understands their internal logic;
2. The native language they use to communicate with other computers is incomprehensible to everyone else;
3. Even the smallest mistakes are stored in long term memory for possible later retrieval; and
4. As soon as you make a commitment to one, you find yourself spending half your paycheck on accessories for it.

The women’s group, however, concluded that computers should be masculine („el computador“), because:

1. In order to do anything with them, you have to turn them on;
2. They have a lot of data but still can’t think for themselves;
3. They are supposed to help you solve problems, but half the time they ARE the problem; and
4. As soon as you commit to one, you realize that if you had waited a little longer, you could have gotten a better model.

The women won.

*Joke sent by a Canadian friend.

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(DIAGNOSIS-Lesefrucht der 4. Kalenderwoche 2008)